DDem Andenken der Synthese-Forschung im Dienste analoger Farbfilme

         

                                   Funktioneller Cyan-FarbkupplerZ(purpurfarbener Maskenkuppler)
                                                                                                                                          
                        (Das ist ein Beispiel  aus einer Vielzahl von komplizierten organischen Verbindungen, die für einen 'modernen' Farbfilm notwendig sind / waren.)                                  


Geniale Erfindungen  ermöglichten  bereits mit einfacheren Strukturen die ersten kommerziellen Farbmaterialien mit hydrophilen Farbkomponenten:

Nachfolgend der Scan einer Projektionsvorlage von 1937. Dabei wurden Dünnschnitte des "Agfacolor-Neu"-Films  ( Umkehrfilm) mit  "Agfacolor-Neu" fotografiert. Die Filmstücke sind Originale, die hinter die ensprechend ausgeschnittenen Fenster des Großdias  geklebt wurden!!
Nach ca. 70 Jahren ist der Purpur-Farbstoff noch gut erhalten und auch die Blaugrün-Komponente ist noch sichtbar. Auch Gelb ist nicht ganz weg, sonst könnte man die Gelbfilterschicht im Rohfilm nicht als solche erkennen.


Agfacolor_Neu


Der Film hatte drei übereinander liegende lichtempfindliche Gelatineschichten mit darin eingelagerten farblosen Farbkkupplern. In der Reihenfolge von oben nach unten sind die Schichten  für Blau, Grün und Rot sensibilisiert. Da die Silberhalogenid-Kristalle in der grün- und rot-sensibilisierten Schicht auch für blaues Licht empfindlich sind, wurde zwischen der obersten Blau- und der darunterliegenden Grünschicht zusätzlich eine, das gestreute blaue Licht absorbierende, Gelbfilterschicht aufgebracht, deren Farbe dann bei der Verarbeitung entfernt wird. Zwischen der Grün- und der Rotschicht kann man noch eine Zwischenschicht erkennen. Sie diente vermutlich als Schutz vor Farbverfälschungen , die sonst durch Diffusion der Entwickleroxidationsprodukte im Kontaktbereich zweier Farbschichten möglich sind.
Bei der chromogenen Entwicklung werden die Silbersalze reduziert und gleichzeitig die Farbentwickler (N,N-Dialkyl-p-Phenylendiamin-Derivate) oxidiert. Diese Entwickleroxidationsprodukte reagieren mit den Farbkupplern zu den eigentlichen  Bildfarbstoffen -  Gelb in der  blauempfindlichen Schicht ,
Purpur in der grünempfindlichen Schicht und Blaugrün in der  rotempfindlichen Schicht.








   
 

        Anmerkungen zu Mikroaufnahmen:

        Früher: - mit analogen Filmmaterialien waren meist Testreihen  zur Ermittlung der optimalen Belichtung erforderlich ,  Ergebnisse erst nach Film-
        Entwicklung sichtbar, bedingt durch die geringen Kontrastunterschiede der Objekte wirken solche Aufnahmen oft 'flau'

Testreihe



       Heute: - auch mit älteren digitalen Kameras und einfachster Mikroskop-Technik sind Aufnahmen möglich, die Ergebnisse sind gleich sichtbar und
       können sofort digital nachbearbeitet werden (qualitative Verbesserungen und/oder  quantitative Auswertungen sind leicht möglich)




fossile Radiolarien (Auflicht)



ungefärbte Epithelzellen (Ph-K.)



krist. Ascorbinsäure (Pol)



Bursaria (IK)

Bilder von www.kleinsehen.de       



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